Der Kampf gegen den Krebs ist ein Test für Europa

03.02.2026

Der Kampf gegen den Krebs ist ein Test für Europa

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Unerkennbare Krebspatientin mit rosa Kopftuch, in Boxposition mit Boxhandschuhen in den Händen als Zeichen des Kampfes. Konzept des Kampfes und des Besiegens von Krebs.

Was wäre, wenn fast die Hälfte aller Krebserkrankungen in Europa verhindert werden könnte, wir aber nicht genug dagegen tun?

Das ist keine Spekulation. Es ist eine Tatsache. Jüngsten Daten zufolge sind etwa 40 % der Krebserkrankungen in Europa vermeidbar. Diese Zahl sollte uns zu denken geben. Doch Jahr für Jahr fallen immer noch Menschen durch die Maschen von Systemen, die zu langsam, zu ungleich oder zu zersplittert sind, um dieses Potenzial auszuschöpfen.

Jedes Jahr am 4. Februar wird in Europa der Weltkrebstag begangen. Dieser Tag ist mehr als nur ein Datum im Kalender, er ist ein kollektiver Moment der Wahrheit, eine Gelegenheit zu messen, wie weit wir gekommen sind und wie weit wir noch gehen müssen. Im Jahr 2026, in dem Europa mit dem demografischen Wandel und dem wachsenden Druck auf die öffentlichen Gesundheitssysteme konfrontiert ist, bleibt die Krebsbekämpfung ein entscheidender Prüfstein für unsere politische Verantwortung.

Trotz aller Fortschritte bestehen in den Mitgliedstaaten nach wie vor große Lücken. Es bestehen weiterhin Ungleichheiten beim Zugang zu Früherkennung, hochwertiger Behandlung und Langzeitpflege. Durchbrüche in der Forschung brauchen Jahre, um zur Standardpraxis zu werden. Überlebende stoßen immer noch auf unnötige Hindernisse am Arbeitsplatz, im öffentlichen Leben und in den Gesundheitssystemen, die nicht vollständig an ihre Bedürfnisse angepasst sind.

Die EVP-Fraktion ist sich dieser Herausforderungen bewusst, und wir haben gehandelt. Für uns war der Kampf gegen Krebs nie ein Schlagwort. Er ist eine langfristige politische Priorität, die auf einer einfachen Überzeugung beruht: Jeder europäische Bürger, unabhängig davon, wo er lebt oder wie viel er verdient, verdient Zugang zu Prävention, Frühdiagnose und qualitativ hochwertiger Pflege.

Diese Überzeugung hat uns bei unserer Arbeit im Sonderausschuss des Europäischen Parlaments zur Krebsbekämpfung geleitet. Dieser Ausschuss war nicht nur ein Forum für Diskussionen, sondern auch ein Labor für Lösungen. Wir hörten Patienten, Pflegern, Ärzten, Forschern und nationalen Behörden zu. Wir haben uns mit unbequemen Wahrheiten über Ungleichheiten in der Versorgung und Lücken in der Prävention auseinandergesetzt. Wir haben diese Erkenntnisse in die Politik eingebracht, und heute setzt sich unser Engagement im Ausschuss für öffentliche Gesundheit des Parlaments fort.

Eine unserer obersten Prioritäten war die Prävention. Wir haben uns stets für stärkere Maßnahmen in den Bereichen gesunde Ernährung, körperliche Bewegung und umweltbedingte Risikofaktoren eingesetzt. Prävention führt vielleicht nicht sofort zu Ergebnissen, aber sie rettet langfristig Leben.

Die Früherkennung ist unser zweiter Eckpfeiler. Vorsorgeuntersuchungen retten Leben, aber nur, wenn sie für alle zugänglich sind. Wir haben uns dafür eingesetzt, die EU-Empfehlungen für Vorsorgeuntersuchungen zu erweitern und zu modernisieren, neue Technologien zu fördern und sicherzustellen, dass diese Programme auch gefährdete und schwer erreichbare Bevölkerungsgruppen erreichen. Zu viele Krebserkrankungen werden immer noch zu spät diagnostiziert, und zwar nicht aufgrund von medizinischem Versagen, sondern aufgrund von Systemversagen.

Die EVP-Fraktion hat sich auch für Innovation und Forschung eingesetzt. Europa verfügt über Wissenschaftler und Kliniker von Weltrang, doch allzu oft bleiben Durchbrüche für die Patienten unerreichbar. Wir haben eine bessere Koordinierung der Krebsforschung, eine intelligentere Nutzung von Gesundheitsdaten und einen schnelleren Zugang zu innovativen Therapien gefordert, wobei die Patientensicherheit stets im Mittelpunkt stehen muss. Innovation muss ein gemeinsames europäisches Gut sein, nicht ein Privileg für einige wenige.

Die Bekämpfung von Ungleichheiten ist ein zentrales Element unseres Ansatzes. Eine Krebsdiagnose sollte nicht von der Postleitzahl abhängen. Die Arbeit unseres Ausschusses hat gezeigt, dass die Überlebensraten zwischen und innerhalb der Mitgliedstaaten dramatisch variieren können. Wir haben uns stets für eine stärkere europäische Zusammenarbeit im Gesundheitswesen eingesetzt, die die nationalen Zuständigkeiten respektiert und gleichzeitig anerkennt, dass Solidarität Leben rettet. Von der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung über die gemeinsame Beschaffung bis hin zu gemeinsamen bewährten Verfahren - Europa ist stärker, wenn es gemeinsam handelt.

Ebenso wichtig ist, dass wir darauf bestanden haben, Patienten und Überlebende in den Mittelpunkt der Politik zu stellen. Krebs ist nicht nur eine medizinische Erkrankung, sondern eine lebensverändernde Erfahrung. Lebensqualität, psychische Gesundheit und Rehabilitation sind nicht zweitrangig. Sie sind wesentlich. Krebs zu überleben, darf nicht bedeuten, mit einer permanenten Diskriminierung zu leben.

Der Weltkrebstag 2026 sollte nicht nur ein Moment des Bewusstseins sein, sondern auch ein Moment der Verantwortlichkeit. Die Verpflichtungen, die wir eingegangen sind, müssen über Schlagzeilen und Gedenken hinausgehen.

Wir setzen uns weiterhin für ein Europa ein, das durch Prävention, Innovation und Fairness schützt. Im Kampf gegen den Krebs können wir es uns nicht leisten, eine Pause einzulegen. Er ist eine gemeinsame europäische Aufgabe, die Mut und Konsequenz erfordert.

Was wäre also, wenn fast die Hälfte der Krebserkrankungen verhindert werden könnte? Die Antwort ist klar. Wir handeln gemeinsam.

Redaktionshinweis

Mit 187 Mitgliedern aus allen EU-Mitgliedstaaten ist die EVP-Fraktion die größte Fraktion im Europäischen Parlament.

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