Stoppt die Rekrutierung von Kindern durch Banden

Stoppt die Rekrutierung von Kindern durch Banden

18.06.2026 9:30

Stoppt die Rekrutierung von Kindern durch Banden

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Ein Junge, der ihr Handy nutzt, um in sozialen Netzwerken zu surfen, ohne sich der damit verbundenen Gefahren bewusst zu sein

Die EVP-Fraktion fordert dringende Maßnahmen auf europäischer Ebene, um organisierte kriminelle Gruppen daran zu hindern, Kinder für den Drogenhandel, Gewalttaten und die Schleusung von Migranten zu rekrutieren und auszubeuten. Die Rekrutierung von Kindern durch organisierte kriminelle Gruppen hat europaweit ein alarmierendes Ausmaß erreicht. Das Europäische Parlament wird im Laufe des Tages über eine Entschließung abstimmen.

Laut Europol sind Minderjährige mittlerweile an mehr als 70 % der kriminellen Märkte beteiligt. Zunehmend nutzen kriminelle Netzwerke Online-Plattformen und soziale Medien, um schutzbedürftige junge Menschen anzuwerben.

„Die Anwerbung von Kindern durch die organisierte Kriminalität ist kein neues Phänomen, doch in letzter Zeit hat sie in Bezug auf Ausmaß, Reichweite und Methoden in alarmierender Weise zugenommen. Dies stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit der EU und eine schwerwiegende Verletzung der Rechte von Kindern dar, die von skrupellosen kriminellen Gruppen missbraucht und ausgebeutet werden“, sagt die Europaabgeordnete Caterina Chinnici, Verhandlungsführerin der EVP-Fraktion für die Entschließung und ehemalige Jugendstaatsanwältin in Italien.

Die EVP-Fraktion fordert eine koordinierte europäische Strategie. Die EU sollte bestehende Rechtsvorschriften wie das Gesetz über digitale Dienste nutzen, um Online-Plattformen zu verpflichten, Algorithmen zu überarbeiten, die Kriminellen dabei helfen, junge Menschen gezielt anzusprechen und zu rekrutieren.

„Wir müssen sicherstellen, dass wir alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um Kinder so gut wie möglich zu schützen. Dies erfordert nicht nur den richtigen rechtlichen Rahmen, sondern auch einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz. Es geht darum, dass Eltern wissen, was ihre Kinder online tun. Es geht darum, dass Lehrer reagieren, wenn sich das Verhalten eines Kindes im Vergleich zu früher drastisch ändert oder ungewöhnlich wird. Lokale Programme, die den Einfluss krimineller Kreise verringern und Familien unterstützen, haben sich als wirksam erwiesen, um junge Menschen von Kriminalität fernzuhalten. Um diesem besorgniserregenden Trend entgegenzuwirken, müssen wir alle unseren Beitrag leisten“, sagt Lena Düpont, MdEP und Sprecherin der EVP-Fraktion für Innenpolitik.

Redaktionshinweis

Mit 185 Mitgliedern aus allen EU-Mitgliedstaaten ist die EVP-Fraktion die größte Fraktion im Europäischen Parlament.

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