Serbiens EU-Zukunft steht wegen der Verherrlichung von Mladić auf dem Spiel

Serbiens EU-Zukunft steht wegen der Verherrlichung von Mladić auf dem Spiel

15.09.2026 15:06

Serbiens EU-Zukunft steht wegen der Verherrlichung von Mladić auf dem Spiel

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Friedhof, Sarajevo, Bosnien und Herzegowina

Die EVP verurteilt aufs Schärfste die Anwesenheit hochrangiger serbischer Amtsträger sowie die militärischen Ehren bei der Beerdigung von Ratko Mladić. Die Verherrlichung von Ratko Mladić sei nicht nur eine Frage der innenpolitischen Debatte in Serbien, sondern habe weitreichende Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit des Landes als EU-Beitrittskandidat, erklärte der Europaabgeordnete Davor Ivo Stier, Sprecher der EVP-Fraktion für Serbien, während der Debatte im Plenum des Europäischen Parlaments zu diesem Thema. „Bei der EU-Mitgliedschaft geht es nicht nur darum, technische Kriterien zu erfüllen; es geht in erster Linie um die Teilhabe an grundlegenden europäischen Werten. Die Verherrlichung von Ratko Mladić und die bei seiner Beisetzung gewährten militärischen Ehren können Serbiens Glaubwürdigkeit nur untergraben und seinen Weg in die Europäische Union gefährden“, betonte Stier. 

Hinzu kommt eine menschliche und moralische Dimension. Ein ehrliches Verständnis der Vergangenheit könne nicht auf Leugnung, Verherrlichung oder Verfälschung historischer Fakten beruhen, betont Stier. „Ohne Wahrheit und Respekt gegenüber den Opfern kann es keine echte Versöhnung geben. Die Verherrlichung von Ratko Mladić, einem verurteilten Kriegsverbrecher, bewirkt genau das Gegenteil: Sie vertieft Spaltungen, schürt den Geschichtsrevisionismus und untergräbt die Bemühungen um dauerhaften Frieden und Versöhnung. Die EVP-Fraktion steht in Solidarität mit den Opfern von Völkermord und Kriegsverbrechen.“

Redaktionshinweis

Mit 184 Mitgliedern aus allen EU-Mitgliedstaaten ist die EVP-Fraktion die größte Fraktion im Europäischen Parlament.

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