Jetzt ist endlich Schluss mit Roaming: ein Sieg für die Verbraucher und ein Sprungbrett für einen echten digitalen Binnenmarkt

27.10.2015 13:15

Jetzt ist endlich Schluss mit Roaming: ein Sieg für die Verbraucher und ein Sprungbrett für einen echten digitalen Binnenmarkt

Wichtiger Hinweis

Die hier geäußerten Meinungen sind Ansichten der nationalen Delegation und entsprechen nicht immer den Ansichten der ganzen Fraktion

Video picture
Übersetzung
Andere Sprache auswählen:

Nachdem eine Einigung mit dem Rat der Europäischen Union erzielt werden konnte, hat das Europäische Parlament heute dem Richtlinienentwurf, der die Abschaffung von Roaming-Gebührenvorsieht, zugestimmt. Der Text sieht vor, dass die europäischen Verbraucher ab Juni 2017 den gleichen Preis für ihre Anrufe, SMS und mobile Daten bezahlen egal, ob sie in ihrem Heimatland sind oder sich anderswo innerhalb der EU aufhalten. Die Richtlinie steht im Kontext einer Vertiefung des digitalen Binnenmarktes, die eine Priorität der Juncker-Kommission ist. Viviane Reding hat als Kommissarin zuständig für die Informationsgesellschaft und Medien (2004 -2009) als erste diese ungerechtfertigten Kosten angegriffen. Mittels drei aufeinander folgenden Gesetzesinitiativen, konnte eine Deckelung der Preise eingeführt werden, die zu einer Reduzierung der Roamingkosten um mehr als 90% führte.

Viviane Reding sagte: "Gegen alle Widerstände hat das Parlament das Ende von Roaming besiegelt. Ab dem 15. Juni 2017 wird das Nutzen des Mobiltelefons im europäischen Ausland nicht teurer sein, als zuhause, egal ob man telefoniert, eine SMS verschickt oder im Internet surft. Während die mobile Telefonie gerade unser Leben, die Art wie wir konsumieren und kommunizieren, revolutioniert, sorgt das Europäische Parlament für konkrete Erleichterungen, indem es die ungerechtfertigten Aufschläge bei Grenzübertritt abschafft. Die unangenehmen Überraschungen auf den Telefonrechnungen am Ende des Urlaubs oder bei Rückkehr von einer Dienstreise werden nur noch eine schlechte Erinnerung sein."

"Ich bin stolz, dass ich mich hartnäckig gegen die Widerstände der Telefongesellschaften und der Mitgliedstaaten gewährt habe, die diese Geldquelle behalten wollten. 2004 habe ich als Kommissarin zuständig für die Informationsgesellschaft und Medien eine eindeutige Diagnose gestellt: aus dem europäischen Ausland mobil zu telefonieren kostete vier Mal so viel wie ein Inlandstelefonat. Dreizehn Jahre und vier Gesetzesinitiativen später werden sie endlich das Gleiche kosten. Eine großartige Nachricht!" führte die Europaparlamentarierin aus.

Zum Schluss warnte sie: "Der Kampf ist noch nicht zu Ende. Ich werde nun die Roaming-Gebühren, die außerhalb Europas verlangt werden, und die internationalen Gesprächspreise vornehmen. Die heutige Abstimmung gibt ein klares Signal: die Fragmentierung des Telekommunikationsmarktes in 28 nationale Märkte ist teuer für die Verbraucher und die Netzbetreiber. Ist der digitale Raum nicht einer, in dem Grenzen keinen Sinn mehr machen? Das Ende von Roaming ist ein Erfolg für die Europäer, erfüllt mich mit Stolz und ist zugleich ein Versprechen für das digitale Europa."

Ähnliche Beiträge