Erasmus+: 47 Mrd. €, Ungarn wieder dabei und das Parlament unter Kontrolle

Erasmus+: 47 Mrd. €, Ungarn wieder dabei und das Parlament unter Kontrolle

03.06.2026 9:46

Erasmus+: 47 Mrd. €, Ungarn wieder dabei und das Parlament unter Kontrolle

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Jugend

Das nächste Erasmus+-Programm muss größer, gerechter und stärker unter der Kontrolle des Parlaments stehen. Das geht aus einem Berichtsentwurf des Verhandlungsführers des Parlaments, Bogdan Zdrojewski MdEP, hervor, der heute, Mittwoch, im Ausschuss für Kultur und Bildung diskutiert wurde.

Der Bericht schlägt vor, das Erasmus+ Budget für 2028-2034 von den von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen 40,8 Milliarden Euro auf 47,39 Milliarden Euro zu erhöhen. Damit soll sichergestellt werden, dass Europas Vorzeige-Mobilitätsprogramm mehr junge Menschen erreichen kann, insbesondere diejenigen, die weniger Chancen haben, und gleichzeitig die Bereiche allgemeine und berufliche Bildung, Jugend, Freiwilligenarbeit und Sport unterstützt.

"Erasmus+ ist eine der größten Erfolgsgeschichten Europas, aber der Erfolg darf nicht als selbstverständlich angesehen werden. Wenn wir wollen, dass mehr junge Menschen von einem Studium, einer Ausbildung oder einem Freiwilligendienst im Ausland profitieren, brauchen wir ein Budget, das unseren Ambitionen entspricht", so Zdrojewski.

Der Bericht wendet sich auch gegen Pläne, die der Kommission einen größeren Ermessensspielraum bei Ausgabenentscheidungen einräumen würden. Stattdessen fordert er eine klare Zweckbindung der Haushaltsmittel für die wichtigsten Bereiche des Programms, um die Vorhersehbarkeit für die Begünstigten und eine angemessene demokratische Kontrolle zu gewährleisten.

"Flexibilität darf nicht zu einem Blankoscheck werden. Das Parlament muss ein gewichtiges Mitspracherecht bei der Verwendung der Erasmus+-Gelder behalten", so Zdrojewski.

Die Debatte findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich Ungarn darauf vorbereitet, nach einer Vereinbarung zwischen der ungarischen Regierung und der Europäischen Kommission wieder an Erasmus+ teilzunehmen.

"Ich freue mich, dass ungarische und britische Studierende wieder in den Genuss aller Möglichkeiten kommen, die Erasmus+ bietet. Erasmus+ bringt die Europäer zusammen, schafft lebenslange Verbindungen und stärkt unsere gemeinsame europäische Zukunft", sagte Zdrojewski.

Mit Blick auf das 40-jährige Bestehen von Erasmus+ im Jahr 2027 ist die Botschaft der EVP-Fraktion klar: mehr investieren, die demokratische Kontrolle schützen und die Möglichkeiten für europäische Studierende, Lehrkräfte, junge Berufstätige und Sportler in der gesamten Union erweitern.

Redaktionshinweis

Mit 185 Mitgliedern aus allen EU-Mitgliedstaaten ist die EVP-Fraktion die größte Fraktion im Europäischen Parlament.

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