Abkommen zwischen der EU und Mexiko öffnet 45.000 europäischen Unternehmen neue Türen

Abkommen zwischen der EU und Mexiko öffnet 45.000 europäischen Unternehmen neue Türen

08.07.2026 12:22

Abkommen zwischen der EU und Mexiko öffnet 45.000 europäischen Unternehmen neue Türen

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Lächelnder Arbeiter in einer Produktionsstätte

Europa entscheidet sich für Partnerschaft statt Protektionismus, und die heutige Verabschiedung des modernisierten Handelsabkommens zwischen der EU und Mexiko ist ein greifbarer Beweis dafür. Das Abkommen eröffnet Perspektiven für 45.000 europäische Unternehmen und stärkt Europas Position in einer zunehmend wettbewerbsorientierten Weltwirtschaft, betonen die Europaabgeordneten der EVP-Fraktion. 

Borja Giménez Larraz, Mitglied des Europäischen Parlaments, der das Abkommen im Namen des Europäischen Parlaments ausgehandelt hatte, begrüßte die Abstimmung mit den Worten: „Das Abkommen zwischen der EU und Mexiko ist mehr als nur ein Handelsabkommen; es ist ein Bekenntnis zu einer offenen, regelbasierten Welt. Es eröffnet neue Chancen für über 45.000 europäische Unternehmen – von denen 80 % kleine und mittlere Unternehmen sind –, stärkt widerstandsfähige Lieferketten und zeigt, dass freier und regelbasierter Handel nach wie vor Europas größte Stärke ist. Je mehr Handel Europa betreibt, desto freier wird die Europäische Union.“

Die Abstimmung markiert ein neues Kapitel in einer Beziehung, die über 25 Jahre hinweg aufgebaut wurde. Das Abkommen verschafft europäischen Unternehmen einen besseren Zugang zum mexikanischen Markt, mehr Vorhersehbarkeit und eine solidere Grundlage für Investitionen und Wachstum – und das gerade in einer Zeit, in der Lieferketten neu gestaltet werden. Es eröffnet zudem neue Möglichkeiten für Exporteure und Investoren, da die EU und Mexiko zusammen einen Markt von mehr als 580 Millionen Verbrauchern darstellen. 

Gleichzeitig betont die EVP-Fraktion, dass engere wirtschaftliche Beziehungen mit einem offenen und konstruktiven Dialog über demokratische Standards, gemeinsame Grundsätze und Rechtsstaatlichkeit einhergehen müssen.

„Das Abkommen zwischen der EU und Mexiko ist weit mehr als ein Handelsabkommen: Es ist eine strategische Entscheidung. In einem zunehmend fragmentierten internationalen Umfeld ermöglicht die Stärkung der Partnerschaft mit einem wichtigen Partner in Lateinamerika der EU, an Gewicht, Einfluss und Handlungsfähigkeit zu gewinnen und gleichzeitig durch klarere Regeln, größere Vorhersehbarkeit und besseren Marktzugang neue Chancen für europäische Unternehmen, einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen, zu eröffnen“, sagte die Europaabgeordnete Ana Miguel Pedro, die im Namen der EVP-Fraktion den politischen Teil des Mexiko-Abkommens im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments ausgehandelt hatte. „Die Unterstützung dieses Abkommens bedeutet jedoch nicht, die Realität vor Ort zu ignorieren. Mexiko steht vor großen Herausforderungen in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit, Menschenrechte, Pressefreiheit, Korruption, Straflosigkeit und Unabhängigkeit der Justiz. Deshalb muss dieses Abkommen mit klaren und überprüfbaren Verpflichtungen einhergehen. Europa sollte sich nicht zwischen Interessen und Werten entscheiden müssen: Es muss die politische Stärke haben, beides zu verteidigen“, fügte Pedro hinzu. 

Redaktionshinweis

Mit 185 Mitgliedern aus allen EU-Mitgliedstaaten ist die EVP-Fraktion die größte Fraktion im Europäischen Parlament.

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