EU braucht realistische und kohärente Strategie für die geo-strategisch bedeutsame Arktis-Region

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EP-Entschließung “Eine EU Strategie für die Arktis“

Das Europäische Parlament hat in einer Entschließung die Entwicklung einer überzeugenden europäischen Strategie für die Arktis gefordert. Der Parlamentsberichterstatter Michael Gahler (CDU) verlangt, dass die EU ihr Interesse und ihre Verantwortlichkeiten in Bezug auf die Arktis formulieren muss. Die Arktis Region ist nicht nur mit drastischen Veränderungen und Herausforderungen konfrontiert, sondern erlebt auch ein immer stärkeres Engagement von neu hinzukommenden politischen und wirtschaftlichen Akteuren, nicht zuletzt aus Asien.

Gahler zeichnete verantwortlich für den Bericht des Europäischen Parlaments im Jahr 2011 und hatte die Verhandlungen für die aktuelle Entschließung koordiniert. Darin werden nicht nur die diplomatischen Bemühungen der EU um eine Beteiligung am Arktischen Rat gewürdigt, sondern auch das erhebliche europäische Engagement in der Arktis, sowie das daraus resultierende europäischen Interesse an Beiträgen zur nachhaltigen Entwicklung, Umweltschutz und Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit.

Es wird erneut unterstrichen, wie bedeutsam eine Vernetzung zwischen den EU-Institutionen und den arktischen Interessengruppen in Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft ist, und die Unterstützung für das aufzubauende Netzwerk wissenschaftlicher Institutionen in Form des EU Arktis Informationszentrums.

In den letzten Jahren hat die Arktis dramatische Umweltveränderungen erlebt und eine starke Zunahme des Interesses von Unternehmen, die die Energievorkommen und andere Rohstoffvorräte ausbeuten sowie neue globale Verkehrskorridore und Kommunikationswege entwickeln möchten. Dies zeigt sich auch auf der politischen Ebene durch die Vorbereitungen für „Business Round Tables“ und andere Foren.

Gahler forderte die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten auf, die Beteiligung europäischer Unternehmen und Wissenschaftler an einer ausgeglichenen und nachhaltigen Entwicklung mit hohen europäischen, ökologischen und sozio-ökonomischen Standards sicherzustellen, besonders in Anbetracht der angewachsenen Aktiväten asiatischer Staaten wie China und Südkorea.

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