Lopatka: Montenegro auf Kurs für baldigen EU-Beitritt

04.11.2026 15:02

Lopatka: Montenegro auf Kurs für baldigen EU-Beitritt

Wichtiger Hinweis

Die hier geäußerten Meinungen sind Ansichten der nationalen Delegation und entsprechen nicht immer den Ansichten der ganzen Fraktion

Montenegro

Brüssel. "Montenegro hat die meisten Fortschritte unter den Kandidatenländern in Richtung EU gemacht und ist auf Kurs für einen baldigen Beitritt als 28. Mitgliedstaat noch vor den nächsten EU-Wahlen 2029. In keinem anderen Kandidatenland sind die Voraussetzungen für den EU-Beitritt besser. Um die 75 Prozent der Montenegriner unterstützen den Weg in die EU und die Regierung arbeitet mit voller Kraft an den Reformen. Das Land nutzt den Euro seit 2002 als De-facto-Währung, nimmt am gemeinsamen Europäischen Zahlungsraum SEPA teil und ist seit 2017 ein zuverlässiger Partner in der NATO", skizziert Reinhold Lopatka, Chefverhandler der EVP im Europaparlament für Montenegro, anlässlich der heutigen Vorlage von Fortschrittsberichten für die EU-Kandidatenländer durch die EU-Kommission.

 

Wir stehen bereit, auf der Zielgeraden des weiten Wegs in die EU eng mit Montenegro zusammenzuarbeiten.
Reinhold Lopatka MEP

 

"Die EU-Kommission anerkennt die großen Fortschritte Montenegros bei seinen Reformen und das starke Engagement für die EU-Integration. Noch bleiben einige Herausforderungen bestehen, etwa im Kampf gegen die Korruption, der Reform der Justiz und der Sicherstellung der Medienfreiheit. Wir stehen bereit, auf der Zielgeraden des weiten Wegs in die EU eng mit Montenegro zusammenzuarbeiten", sagt Lopatka. „Albanien hat ebenfalls greifbare Fortschritte gemacht und gerade auch Moldau liegt in Bereichen wie Korruptionsbekämpfung und Wirtschaftsreformen deutlich vor manchen anderen Kandidatenländern, die bereits weit länger daran arbeiten."

"Die Erweiterung am Westbalkan ist in unserem wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interesse und es ist höchste Zeit, dass sie wieder mit mehr Schwung und Glaubwürdigkeit verfolgt wird. Am Weg zur Vollmitgliedschaft befürworten wir je nach ihren Fortschritten eine schrittweise Einbindung der Länder in europäische Strukturen wie bestimmte Förderprogramme oder zum Beispiel auch den Binnenmarkt. Als nächstes wollen wir erreichen, dass die Bürgerinnen und Bürger der Westbalkanstaaten in der EU grundsätzlich keine Roamingaufschläge mehr zahlen müssen, wenn sie nach Hause telefonieren oder mit ihren heimischen Verträgen in der EU internetsurfen – möglichst bis Sommer 2027", schließt Lopatka.

Redaktionshinweis

Mit 185 Mitgliedern aus allen EU-Mitgliedstaaten ist die EVP-Fraktion die größte Fraktion im Europäischen Parlament.

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