DIE HIER GEÄUSSERTEN MEINUNGEN SIND ANSICHTEN DER NATIONALEN DELEGATION UND ENTSPRECHEN NICHT IMMER DEN ANSICHTEN DER GANZEN FRAKTION

Straßburg. "Wo stünden wir heute, wenn wir seit der Etablierung des europäischen Forschungsraumes im Jahr 2002 der Forschung, Entwicklung und Innovation jene Bedeutung gegeben hätten, wie wir es heute tun und auch tun müssen? Ohne Innovationskraft werden wir die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, nicht meistern können. Deshalb müssen die Forderungen dieser Resolution nach größerer Mobilität für Forscher, mehr Förderung von Investitionen in Forschung und Entwicklung und verstärkte Kooperationsmöglichkeiten von Universitäten und Unternehmen auf EU-Ebene schnell umgesetzt werden”, sagt ÖVP-Delegationsleiterin Angelika Winzig anlässlich der heutigen Abstimmung im Plenum des Europäischen Parlaments über eine Resolution zu einem neuen Europäischen Forschungsraum.

Gerade die Pandemie hat uns wieder einmal gezeigt, wie wichtig ein starker und unabhängiger europäischer Forschungsraum ist.
Angelika Winzig MEP

Auch in Hinblick auf die grüne Transformation sei ein verbesserter europäischer Forschungsraum unerlässlich: "Nur mit Forschung und Innovation kann der grüne Transformationsprozess erfolgreich gelingen und die Beschäftigung sowie die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft im Wandel gewahrt bleiben und gestärkt werden. Die beschlossenen Klimaziele sind wichtig, aber mindestens genauso wichtig sind die verbindlichen Forschungsziele für unsere Mitgliedstaaten, die mindestens drei Prozent der Wirtschaftsleistung betragen müssen. Österreich liegt bereits heute schon über diesem Niveau", betont Winzig.

Der europäische Forschungsraum ERA hat das Ziel, einen gemeinsamen Binnenmarkt für Forschung, Innovation und Technologie zu etablieren. So sollen Synergien im Bereich der Forschung besser genutzt und die Zusammenarbeit kontinuierlich verbessert werden. "Gerade die Pandemie hat uns wieder einmal gezeigt, wie wichtig ein starker und unabhängiger europäischer Forschungsraum ist. Daran müssen wir jetzt arbeiten und den Revitalisierungsprozess vorantreiben, um in Zukunft besser gerüstet zu sein und eine nachhaltige Führungsrolle im globalen Wettbewerb zu gewährleisten", schließt Winzig.

REDAKTIONSHINWEIS

Mit 177 Mitgliedern aus allen EU-Mitgliedstaaten ist die EVP-Fraktion die größte Fraktion im Europäischen Parlament.

Ähnliche Beiträge