DIE HIER GEÄUSSERTEN MEINUNGEN SIND ANSICHTEN DER NATIONALEN DELEGATION UND ENTSPRECHEN NICHT IMMER DEN ANSICHTEN DER GANZEN FRAKTION

Brüssel. „Es gibt viele qualitativ hochwertige Erzeugnisse aus unserer Landwirtschaft in Europa, die aufgrund ihrer Besonderheit auch im internationalen Wettbewerb durch eine geografische Angabe geschützt werden müssen. Mit dem neuen EU-China-Abkommen vereinbaren wir den gegenseitigen Schutz von jeweils 100 geografischen Ursprungsbezeichnungen, darunter das Steirische Kürbiskernöl“, sagt Angelika Winzig, Delegationsleiterin und Handelssprecherin der ÖVP im Europaparlament zur heutigen Plenarabstimmung des Europaparlaments über das neue EU-China-Abkommen. "Der Schutz des Steirischen Kürbiskernöls am chinesischen Markt ist ein schöner Erfolg. Es handelt sich um ein einzigartiges Produkt, das künftig auch in China nur aus der Steiermark kommen darf", sagt die steirische ÖVP-Europaabgeordnete Simone Schmiedtbauer.

China ist ein Zukunftsmarkt für Agrarprodukte und Lebensmittel aus Europa.
Angelika Winzig MEP

„China ist ein wichtiger Handelspartner und speziell für Agrarprodukte, Lebens- und Genussmittel aus Europa ein Zukunftsmarkt. Daher ist geregelter und fairer Handel mit China ein wichtiges Zukunftsthema der europäischen Handelspolitik und das neue Abkommen von besonderer Bedeutung“, sagt Winzig - im Vorjahr war China mit einem Volumen von 14,5 Milliarden Euro der drittgrößte Absatzmarkt für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel aus der der EU.

Steirisches Kürbiskernöl ist ein einzigartiges Produkt und darf künftig auch in China nur aus der Steiermark kommen.
Simone Schmiedtbauer MEP

„Steirisches Kürbiskernöl ist ein Teil unserer Tradition und Kultur. Ich begrüße nicht nur, dass es sich auch in China zunehmender Beliebtheit erfreut, sondern vor allem auch, dass sich die Chinesinnen und Chinesen künftig darauf verlassen können, auch in ihrem Heimatland stets das Original erwerben zu können“, sagt Schmiedtbauer.

In dem Abkommen mit China liegt von europäischer Seite ein Fokus auf Genussmitteln. So werden zum Beispiel Irischer und Schottischer Whisky, Champagner, Grappa, Ouzo, Vinho Verde, Parma- und San Daniele-Schinken und Balsamico Essig geschützt. Dafür gilt unter anderem für diverse chinesische Teesorten, spezielle Reissorten und den Wuchuan Mondkuchen künftig in Europa, dass sie nur noch aus China bzw. einer bestimmten chinesischen Region kommen dürfen.

Nach der heutigen Zustimmung des Europaparlaments im Plenum muss der Rat der Mitgliedstaaten das Abkommen noch formell absegnen. Anfang 2021 soll es in Kraft treten. Vier Jahre nach Inkrafttreten, sollen die Listen um jeweils 175 geschützte Produkte erweitert werden. Welche Produkte das sein werden, ist Verhandlungssache.

REDAKTIONSHINWEIS

Mit 187 Mitgliedern aus allen EU-Mitgliedstaaten ist die EVP-Fraktion die größte Fraktion im Europäischen Parlament.

Ähnliche Beiträge