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Neues Abkommen dehnt 100 geschützte geografische Angaben auf China aus. ÖVP: "Keine billigen Nachahmungen mehr."

Brüssel, 7. November 2019 (ÖVP-PD) Steirisches Kürbiskernöl wird künftig auch in China per geografischer Ursprungsangabe geschützt. "Die qualitativ hochwertigen Produkte unserer Landwirtschaft verdienen im internationalen Handel entsprechende Anerkennung und Schutz vor billiger Nachahmung", sagen die ÖVP-Europaabgeordneten Angelika Winzig und Simone Schmiedtbauer. Sie begrüßen das neue Abkommen zum Schutz von jeweils 100 europäischen und chinesischen geografischen Angaben auf dem jeweils anderen Markt vor Nachahmung und widerrechtlicher Aneignung. Die intensiven Verhandlungen wurden diese Woche abgeschlossen.

Durch den Schutz geografischer Angaben kann vor allem unsere Landwirtschaft im internationalen Handel profitieren.
Anglika Winzig MEP

"Abkommen wie dieses sind ein Gewinn für beide Seiten. Durch den Schutz geografischer Angaben kann vor allem unsere Landwirtschaft im internationalen Handel profitieren", sagt Winzig, Handelssprecherin der Volkspartei im Europaparlament.

"Das Steirische Kürbiskernöl ist ein Lebensmittel, das wie kein anderes untrennbar mit meiner Heimat verbunden ist", sagt Schmiedtbauer, Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament. "Unsere heimischen Erzeugnisse mit geschützten geografischen Angaben sind weltweit für ihre hohe Qualität bekannt. Der Konsument vertraut dem Ursprung dieser Erzeugnisse und ist auch bereit, einen entsprechenden Preis zu bezahlen. Unsere typischen regionalen Spezialitäten sind einzigartig. Ich freue mich sehr, dass das Steirische Kürbiskernöl jetzt am chinesischen Markt geschützt ist."

Steirisches Kürbiskernöl ist wie kein anderes Lebensmittel untrennbar mit meiner Heimat verbunden.
Simone Schmiedtbauer MEP

"China ist der zweitgrößte Abnehmer von EU-Lebensmitteln mit Ausfuhren im Wert von 12,8 Milliarden Euro und der zweitwichtigste Absatzmarkt für EU-Ausfuhren von Erzeugnissen, die in Europa durch geografischen Angaben geschützt sind - darunter Wein, Agrar- und Lebensmittelerzeugnisse sowie Spirituosen", sagt Winzig. "Der chinesische Markt bietet großes Wachstumspotenzial vor allem auch für europäische Lebensmittel und Getränke. Mit dem Abkommen schaffen wir mehr Rechtssicherheit und setzen ein Zeichen für ein faires, auf internationalen Regeln basierendes Handelssystem."

Neben steirischem Kürbiskernöl finden sich auf der EU-Liste der geografischen Angaben für China zum Beispiel auch Cava, Champagner, Feta, Irish Whiskey, Münchener Bier, Ouzo, Polska Wódka, Porto, Prosciutto di Parma und Queso Manchego. Das Abkommen wird nun einer rechtlichen Prüfung unterzogen und voraussichtlich vor Ende 2020 in Kraft treten. Vier Jahre nach Inkrafttreten des Abkommens wird sein Geltungsbereich auf weitere 175 Namen von Erzeugnissen mit geografischen Angaben von beiden Seiten ausgeweitet.

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