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ÖVP begrüßt EU-Gesetzesvorschlag, Landwirte gegenüber Supermarktketten zu stärken

Brüssel, 12. April 2018 (ÖVP-PD) Als "lange überfälligen Schritt hin zu mehr Marktfairness" und als "ordnungspolitische Notwendigkeit" begrüßt der Europaabgeordnete Othmar Karas den heutigen Gesetzesvorschlag der EU-Kommission, kleine landwirtschaftliche Betriebe gegenüber Supermarktketten zu stärken.

"Es geht nicht darum, die Landwirtschaft gegen den Handel auszuspielen, sondern um soziale Marktwirtschaft. Das bedeutet, dass die Schwächeren am Markt gestärkt werden, Marktkonzentration vermieden und Fairness hergestellt werden muss", erläutert Karas.

"Bisher können Supermärkte die Landwirte und Verarbeitungsbetriebe im Extremfall erpressen. Jetzt gilt es, das bestehende Ungleichgewicht auszubalancieren und faire Bedingungen für Landwirte, Händler und Konsumenten zu finden", betont der Europapolitiker.

Soziale Marktwirtschaft bedeutet, die Schwächeren am Markt zu stärken. Othmar Karas MEP

Karas erinnert daran, dass das Europäische Parlament seit langem solche Maßnahmen gefordert habe. Der Gesetzesvorschlag sei "überraschend positiv, realistisch und flexibel", das Parlament werde ihn prüfen "und sicher einige Änderungen vornehmen".

Karas begrüßt, dass der Gesetzesvorschlag für Landwirte eine anonyme Beschwerdemöglichkeit bei der Wettbewerbsbehörde vorsieht. "Dies gibt es in Österreich bereits. Wir wollen diese Möglichkeit auch europaweit", so der EU-Parlamentarier.

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