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Security concept

Neues Kompetenzzentrum für Cybersicherheit in Europa. Ausbildungsoffensive nötig, sonst fehlen bald 350.000 Fachkräfte.

Straßburg, 13. März 2019 (ÖVP-PD) "Im Zeitalter der Digitalisierung hat Cybersicherheit höchste Priorität. Bürger, Unternehmen, die Verwaltung und unsere politischen Systeme werden zunehmend im digitalen Bereich attackiert, die Cyberkriminalität wird immer komplexer. Europa muss bei der Abwehr dieser Gefahren deutlich schlagkräftiger werden", sagt der ÖVP-Europaabgeordnete Paul Rübig, Telekom- und Industriesprecher der Europäischen Volkspartei, zur heutigen Plenarabstimmung über die Etablierung eines neuen EU-Cybersicherheits-Kompetenzzentrums.

Bis 2024 könnten weltweit bis zu 22,3 Milliarden Geräte über das Internet der Dinge miteinander verbunden sein.
Paul Rübig MEP

"Bis 2024 könnten weltweit bis zu 22,3 Milliarden Geräte über das Internet der Dinge miteinander verbunden sein. Jeder Bürger wird über kurz oder lang davon betroffen sein. Das zeigt nicht nur, wie notwendig Cybersicherheit ist, sondern macht auch deutlich, welche Marktchance es gibt", sagt Rübig.

"Wenn wir unsere Kräfte bündeln und gut koordinieren, dann können wir nicht nur für die Cybersicherheit in Europa zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger und der Wirtschaft sorgen. Wir können auch die gesamte Wertschöpfungskette in diesem Bereich selbstständig abdecken. Das ist im Zeitalter der digitalen Revolution und des Internets der Dinge essenziell. Denn in diesem rasch wachsenden Markt ist die Konkurrenz aus den USA und Asien groß", sagt ÖVP-Europapolitiker.

"Das Cybersicherheitszentrum und sein Netzwerk aus nationalen Koordinierungsstellen soll eng mit Bildungseinrichtungen wie Fachhochschulen und Universitäten zusammenarbeiten um einerseits dabei zu helfen, Ergebnisse von Forschung und Entwicklung rasch auf den Markt und zu den Menschen zu bringen. Standardisierung und Zertifizierung von Cybersicherheits-Produkten und -Dienstleistungen könnten so vereinfacht und beschleunigt werden", sagt Rübig. "Andererseits muss die Ausbildung dringend und konsequent gefördert werden. Denn sonst könnten bis 2022 bis zu 350.000 gut ausgebildete Cybersicherheits-Experten fehlen."

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