DIE HIER GEÄUSSERTEN MEINUNGEN SIND ANSICHTEN DER NATIONALEN DELEGATION UND ENTSPRECHEN NICHT IMMER DEN ANSICHTEN DER GANZEN FRAKTION

Brüssel. "Die EU-Versorgung mit dem Impfstoff funktioniert leider nicht optimal. Auch die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat heute eingeräumt, dass der Produktionsprozess unterschätzt wurde. Jetzt müssen wir unsere Kräfte bündeln und dürfen bei der Impfstoffproduktion keine Zeit verlieren", sagt Alexander Bernhuber, Gesundheitssprecher der ÖVP Delegation im EU-Parlament. "Die Produktionsprobleme der Hersteller und Lieferverzögerungen sind inakzeptabel. Die Europäische Kommission muss mit Hochdruck daran arbeiten, den Bürgerinnen und Bürgern die versprochenen Impfdosen zur Verfügung stellen", sagt Bernhuber im Rahmen der Plenardiskussion über die Europäische Impfstrategie am Mittwoch. "Die Erwartungen an die gemeinsame Impfstoffbeschaffung waren sehr hoch. Um eine kontinuierliche Impfstoffversorgung sicher zu stellen, muss die EU die Hersteller in die Pflicht nehmen und dabei helfen, die Produktionskapazitäten konsequent und unbürokratisch weiter auszubauen."

Die Produktionsprobleme der Hersteller und Lieferverzögerungen sind inakzeptabel.
Alexander Bernhuber MEP

Unterstützung zeigt Bernhuber für den Vorschlag von Bundeskanzler Sebastian Kurz, Produktionskapazitäten bei geeigneten österreichischen Unternehmen für Impfstoffe aus Drittstaaten zur Verfügung zu stellen. "Heimische Produktion gibt den Bürgerinnen und Bürgern Sicherheit. So können wir Herstellungsprobleme und Lieferverzögerungen reduzieren." Voraussetzung dafür sei, dass die Europäische Arzneimittelagentur die Impfstoffe zulässt. "Sicherheit und Wirksamkeit müssen oberste Priorität haben. Wir brauchen aber keine unnötige Bürokratie, die den Gesamtprozess bremst", so Bernhuber abschließend.
 

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