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Schluss mit der zweimal jährlichen Zeitumstellung. Keine Energieersparnis. Hohes Risiko für Unfälle und Krankheiten.

Straßburg, 7. Februar 2018 (ÖVP-PD) "Die zweimal jährliche Zeitumstellung ist sinnlos und gefährlich: Der Wechsel von der Normalzeit auf die Sommerzeit und wieder retour bringt nicht nur keine Energieersparnis, sondern vielmehr erhebliche Gesundheitsrisiken vor allem für Kinder und ältere Menschen", sagt der ÖVP-Europaabgeordnete Heinz K. Becker vor der Abstimmung über eine Resolution zum Stopp der Zeitumstellung morgen, Donnerstag. "Daher muss mit der zweimal jährlichen Zeitumstellung endlich Schluss sein."

"Nicht umsonst ist wurde der Medizin-Nobelpreis im Vorjahr an drei US-amerikanische Chrono-Biologen verliehen, die Existenz und Bedeutung der inneren Uhr erforscht und belegt haben", sagt Becker. "Wenn diese innere Uhr gestört wird, dann steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dramatisch."

Wenn die innere Uhr gestört wird, dann steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dramatisch. Heinz K. Becker MEP

"Darüber hinaus haben anerkannte Studien ergeben, dass die Störung des Biorhythmus durch die Zeitumstellung besonders bei Kindern und älteren Menschen zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie zu Depressionen führen kann", erläutert Becker. "Die Unfallquote im Straßenverkehr steigt in der Folge in der Woche nach der Zeitumstellung regelmäßig um bis zu 30 Prozent. Andere Studien sprechen von mehrstelligen Milliardenkosten für die Wirtschaft durch den Produktivitätsabfall der Mitarbeiter. Kühe geben nach der Zeitumstellung tagelang um bis zu zehn Prozent weniger Milch."

"Das Festhalten an der sinnlosen und gefährlichen Zeitumstellung zeigt leider auch, wie schwierig es ist, offensichtliche Missstände zu beseitigen, wenn sie einmal auf EU-Ebene einbetoniert sind", sagt Becker. "Doch damit dürfen wir uns nicht abfinden: Es gibt Unterstützer aus allen Fraktionen des Europaparlaments für unsere Resolution, die den sofortigen Stopp der Zeitumstellung fordert."

"Jetzt muss die Europäische Kommission endlich reagieren", fordert Becker. "Ansonsten stützt sie sich schließlich auch auf wissenschaftliche Erkenntnisse, die hier eindeutig und zahlreich vorliegen. Ich will in Zukunft meine Uhr nicht wieder zwei Mal im Jahr um eine Stunde umstellen."

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