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Vernetzung EU-Visadatenbank mit EU-, Europol-, und Interpol-Datenbanken. Nutzung von Mehrfachidentitäten verhindern.

Brüssel, 4. Februar 2019 (ÖVP-PD) "Mit der Überarbeitung der EU-Visadatenbank VIS schließen wir Sicherheitslücken bei Kontrolle der Einreise in die EU. Damit können Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden an den Außengrenzen und innerhalb des Schengenraums weit besser überprüfen, ob Personen aus Nicht-EU-Staaten legal einreisen wollen oder aufhältig sind", sagt Heinz K. Becker, Sicherheitssprecher der ÖVP im Europaparlament, zur heutigen Abstimmung über den Ausbau des sogenannten Visa-Informationssystems im Justiz- und Innenausschuss.

Behörden können rasch und zuverlässig feststellen, ob es eine gültige Aufenthaltsberechtigung gibt und ob sie in Händen der rechtmäßigen Inhaber ist.
Heinz K. Becker MEP

"Eine zentrale Neuerung ist, dass alle Daten in der EU-Visadatenbank unkompliziert mit anderen einschlägigen Datenbanken wie dem geplanten elektronischen Einreise-/Ausreisesystem, der Schengen-Datenbank SIS, der Flüchtlingsdatenbank Eurodac, dem Einreise-Bewilligungssystem Etias sowie Europol- und Interpoldatenbanken abgeglichen werden können", sagt Becker. "Damit wird insbesondere die Verwendung von Mehrfachidentitäten deutlich schwieriger, die Behörden können rasch und zuverlässig feststellen, ob es eine gültige Aufenthaltsberechtigung gibt und ob sie in Händen der rechtmäßigen Inhaber ist. Dafür sorgt auch eine verbesserte Datenqualität bei Fingerabdrücken und Passfotos."

Mit der Abstimmung im Justiz- und Innenausschuss wird die Position des Europaparlaments zur Überarbeitung der EU-Visadatenbank VIS festgelegt. Das Ergebnis muss noch in Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten bestätigt werden.

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