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Back11/01/2008

Interkultureller Dialog funktioniert nicht ohne solide Basis. Erna Hennicot-Schoepges MdEP



EPP-ED Group Hearing on Cultural diversity, religions and dialogue<BR>
l-r: Dr Bérengère Massignon, Ecole Pratique des Hautes Etudes, Paris and Groupe de Sociologie des Religions et de la Laïcité, Edmond Israel, Asia-Europe Foundation and ASEF Governor for Luxembourg, Gunnar Hökmark MEP (Sweden), Vice-Chairman of the EPP-ED Group in the European Parliament, Erna Hennicot-Schoepges MEP (EPP-ED, Luxembourg), rapporteur on the European year of Intercultural dialogue 2008, and Ján Figel', European Commissioner for Education, Training, Culture and Youth
Nach Auffassung der luxemburgischen Europaabgeordneten und zuständigen Berichterstatterin für das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs 2008, Erna Hennicot-Schoepges (CSV), kann dieser Dialog nur auf einer soliden Ausgangsbasis zu einem wirklichen Austausch zwischen den Kulturen führen. "Dazu zählen aus meiner Sicht drei Mindestbedingungen: nämlich die tatsächliche Bereitschaft zum Dialog auf einem soliden Wertefundament, die Förderung der Mobilität zwischen den EU-Mitgliedstaaten und die Verknüpfung bereits bestehender Netzwerke anstelle der Schaffung immer neuer Strukturen". Dies erklärte Erna Hennicot-Schoepges im Rahmen einer vom Kulturausschuss des Europäischen Parlamentes organisierten Anhörung zu diesem Thema in Brüssel.

Die öffentliche Expertenanhörung, an der neben dem stellvertretenden EVP-ED-Fraktionsvorsitzenden Gunnar Hökmark (S) unter anderem auch der verantwortliche EU-Kommissar für Bildung, Kultur und Jugend, Ján Figel (SK), teilnahm, befasste sich mit zwei Schwerpunktthemen, nämlich der Achtung gemeinsamer europäischer Werte und der besonderen Bedeutung eines Pluralismus der Religionen in Europa. Dabei bestand Einigkeit zwischen den Teilnehmern, dass es ohne einen eigenen Standpunkt und das Interesse an einer tatsächlichen Kommunikation mit dem anderen auch keinen kulturellen Austausch geben könne.

Der Europäischen Union falle in diesem Prozess die besondere Rolle zu, die notwendigen - auch finanziellen - Mittel für mehr Mobilität und mehr Wissensaustausch zwischen den EU-Bürgern zur Verfügung zu stellen. Ferner sollte Europa eine Plattform dafür bieten, vorhandene Netzwerke des interkulturellen Austauschs zu verknüpfen, anstatt immer neue Strukturen, Gremien und Agenturen zu schaffen. Ziel all dieser Maßnahmen müsse es sein, den interkulturellen Dialog zu verstetigen, ohne nationale Grundlagen zu beeinträchtigen. "Wenn die Menschen lernen sollen, besser zusammen zu leben, dann schließt das aus meiner Sicht ausdrücklich eine religiöse Dimension mit ein. Dazu bietet das Konzept der Nächstenliebe einen geeigneten Ansatzpunkt, denn anders als beim reinen Individualismus oder Laizismus ist der Dialog zwischen den Menschen ein besonderes Privileg der Religionen", so Erna Hennicot-Schoepges.

Weitere Infos zur EVP-ED-Anhörung über kulturelle Vielfalt, Religionen und Dialog

Für weitere Informationen:
Büro Erna Hennicot-Schoepges MdEP, Tel.: +32-2-2847836
EVP-ED-Pressestelle, Knut Gölz, Tel.: +32-479-972144





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